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Publishing

Konvertierung umfangreicher Textdokumente nach DocBook



DocBook ist ein relativ einfaches und leicht zu handhabendes Format, wenn Dokumente von Anfang an damit erstellt wurden. Ganz anders sieht es aber aus, wenn bereits bestehende Dokumente nach DocBook überführt werden sollen. Die Konvertierung größerer Textdokumente, die mit herkömmlichen Mitteln (z.B. Word, OpenOffice, WordPerfect, etc.) hergestellt wurden, ins echte DocBook-Format gestaltet sich fast immer als aufwendiges und kompliziertes Unterfangen.

Oft scheitern entsprechende Versuche vor allem daran, dass dieser Aufwand unterschätzt wurde bzw. die Komplexität der nötigen Vorgehensweise erst spät erkannt wird. Verkannt wird typischerweise, dass es sich keinesfalls um einen rein technischen Akt handeln kann (also etwa wie die Konvertierung von MS Word nach OpenOffice), sondern dass hier gleichermaßen redaktionelle wie technische Ansätze zum Tragen kommen müssen. Nur im Zusammenpiel dieser Bereiche lässt sich die Konvertierung mit sinnvollen Ergebnissen realisieren.

Typische Probleme bei der Konvertierung zwischen der Textverarbeitungs- und der DocBook-Welt bereiten insbesondere folgende Unterschiede:

Semantische Auszeichnung

DocBook-Dokumente müssen nicht wie herkömmliche Textverabeitungs-Dokumente "optisch", sondern "funktional" ausgezeichnet sein. Während ein MS Word-Dokument umfangreiche Informationen enthält, die seine Ausgabe auf einem Endverbraucher-Rechner oder -Drucker steuern, benötigt DocBook gänzlich andere, im Kern "semantische" Auszeichnungen, um das Dokument multifunktional und universell auch in Profisystemen (Web, Druck, Multimedia) einsetzbar zu machen. Letztere lassen sich aber nur sehr bedingt und keinesfalls automatisiert aus ersteren ableiten.

Abweichende Strukturmodelle

Dem Aufbau eines DocBook-Dokuments liegt ein gänzlich anderes Paradigma zugrunde als dem von herkömmlichen Textverabeitungs-Dokumenten. Während diese schlicht linear Text "blind abspulen" und lediglich über dessen Erscheinungsbild festhalten, welchen Stellenwert einzelne Elemente darin besitzen (z.B. Überschriften, Listen, hervorgehobene Wörter, usw.), muss in DocBook die Funktion UND der Zusammenhang mit anderen Elementen durch jeweils spezielle Auszeichnungsformen notiert sein, die wiederum selbst speziellen strukturellen Regularien unterliegen.

Anders ausgedrückt: DocBook bildet strukturelle Bezüge und Hierarchien in einem verschachteltem "Container-Prinzip" ab, während ein Textverabeitungsdokument strukturelle Hierarchien ausschließllich durch optische Signale an den Leser signalisiert. Auch dieser Unterschied lässt sich bei der Konvertierung nur sehr bedingt automatisieren und bedarf u.a. genauer redaktioneller Bearbeitung und Kontrolle.

Unwägbarkeiten aus Eigenheiten und Fehlern von Autoren

Jedes Manuskript, auch wenn es nach strengen Vorgaben und detaillierten Autorenhandbüchern erstellt wurde, weist Eigenheiten der Strukturierung und insbesondere Eigenheiten bei der Verwendung von vorhandenen Strukturelementen auf. Unwägbarkeiten dieser Art können sowohl beabsichtigt wie unbeabsichtigt auftreten und stellen ein oft unterschätztes, dabei aber gewaltiges Problempotential dar.

Gerade weil DocBook ein extrem strukturorientiertes Format ist, ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass die strukturelle Integrität an jeder Stelle gewahrt und höchste Konsistenz in der Anwendung der verfügbaren Elemente durchgesetzt wird. Auch dieser Aspekt geht weit über das rein Technische hinaus und erfordert ein paralelle Behandlung mit redaktionellen Mitteln.

Wir besitzen jahrelange Erfahrung im Umgang mit diesen komplexen Problemstellungen und können Ihre Manuskripte unter Berücksichtigung all dieser Faktoren kompetent in valides, langlebiges und multifunktionsfähiges DocBook überführen.

Aus allen diesen Gründen ist die Konvertierung längerer Textdokumente aus Textverarbeitungs- ins DocBook-Format keine triviale Aufgabe, und darum lässt sie sich auch keinesfalls von eingebauten Programmfunktionen oder von eigenen Konvertierungsprogrammen übernehmen - auch, wenn einzelne Hersteller etwas Gegenteiliges suggerieren. Die Konvertierung größerer Manuskripte aus Word, OpenOffice, WordPerfect & Co nach DocBook ist ein Unterfangen, das eingehende Beschäftigung mit dem Manuskript, redaktionelle und technische Kompetenz voraussetzt und unter keinem Umständen auf Knopfdruck funktionieren kann.

Bitte erkundigen Sie sich unverbindlich nach unseren Leistungen auf diesem Gebiet. Benutzen Sie dazu unser Kontaktformular, oder rufen Sie uns an: (03329) 906 770. Wir beraten Sie gerne!

 
Letzte Änderung:
30 09 2008